Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Großschutzgebiete

Großschutzgebiete sind das bedeutendste Instrument des Gebietsschutzes und damit des segregativen Naturschutzes in Deutschland. Zu den Großschutzgebieten zählen Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks, die sich hinsichtlich ihrer Naturnähe und der Managementziele unterscheiden.

Geschichte

Die Historie der Großschutzgebiete geht auf die Ausweisung des Yellowstone Nationalparks in den USA 1872 zurück. Der damals zugrunde liegende Gedanke war weniger der Artenschutz oder ein Erhalt der Biodiversität, sondern die für die junge Nation identitätsstiftende Funktion eindrucksvoller natürlicher Landschaften. Er fand bald Nachahmer in anderen Teilen Nordamerikas und in Ländern mit ähnlich zivilisatorischem Hintergrund (z. B. Neuseeland).
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich das Konzept der Großschutzgebiete in Europa durch. Aus Gründen der relativ dichten Besiedlung kam es zunächst in sehr peripher gelegenen Gebieten wie Nordschweden und den schweizer Alpen zu Ausweisungen von Nationalparks.

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