Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Klimaresilientes Wassermanagement

Klimaresilientes Wassermanagement ist ein Ansatz zum vorausschauenden, systemischen und anpassungsfähigen Management lokaler, regionaler und globaler Wasserkreisläufe, das blaues und grünes Wasser zusammendenkt und insbesondere auf Klimaänderungen flexibel reagieren kann.

In der Landwirtschaft bedeutet klimaresilientes Wassermanagement zum einen, Anbaukulturen und -methoden anzupassen (und gegebenenfalls zu bewässern), um mit Schwankungen des Wasserdargebots und dem Klimawandel insgesamt umzugehen. Zum anderen beeinflussen landwirtschaftliche Praktiken ihrerseits auch den Wasserhaushalt bzw. das Wasserdargebot; die Landwirtschaft muss also zu einem klimaresilienten Landschaftswasserhaushalt beitragen. Ansätze zur Reduktion wasserbezogener Risiken sind vielfältig und lokalspezifisch, ihre Wirksamkeit nimmt mit zunehmendem Klimawandel ab und ist mit Unsicherheiten behaftet.

Unter den in Betracht kommenden Ansätzen sind Maßnahmen zur Erhaltung der Bodenfeuchte sowie Agroforstwirtschaft auch noch bei stärkerer Erwärmung relativ wirksam. Oft werden einzelne Maßnahmen aber nicht mehr ausreichen, sondern Kombinationen nötig sein. Der WBGU hat in seinem Gutachten "Landwende im Anthropozän: Von der Konkurrenz zur Integration" umfangreiche Empfehlungen für eine ökologisch-nachhaltige Landwirtschaft und deren Einbettung in einen integrierten Landschaftsansatz gegeben. Darüber hinaus werden die folgenden Empfehlungen zum klimaresilienten, sozial ausgewogenen Wassermanagement in der Landwirtschaft präsentiert:

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