Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Biofertilizer

Auch Biodünger; Mikroorganismen, die Luftstickstoff so fixieren, dass er pflanzenverfügbar wird. Die hierbei verwendeten Hauptorganismen sind die sogenannten Knöllchenbakterien der Gattung Rhizobium (in Symbiose mit Hülsenfrüchten lebend), die ebenfalls Knöllchen bildenden Frankia (vorrangig bei Bäumen und Sträuchern der pazifischen Pflanzenfamilie Casuarinae) sowie bestimmte Blaualgen. Freilebende Bakterien können Samen, Schößlingen oder dem Boden zugefügt werden, eine Technik, die als Inokulation ("Beimpfung") bezeichnet wird. Biodünger ist besonders für Entwicklungsländer sehr attraktiv, weil er mit einfacher Fermentiertechnik billig herzustellen ist. Die Blaualge Azolla beispielsweise wird auf mindestens 2 % der Weltanbaufläche für Reis genutzt, Brasilien hat im Sojaanbau fast vollständig auf Biodünger umgestellt.

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