Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Magerwiese

Eine Magerwiese ist eine sehr artenreiche Wiese, die nur 1–2mal im Jahr gemäht und kaum gedüngt wird. Leitart auf kalkreichem Boden in Mitteleuropa ist in Mitteleuropa die Aufrechte Trespe und auf kalkarmem Boden das Rote Straußgras (Agrostis tenuis).

Wegen der geringen Erträge ist die Magerwiese heute ein sehr gefährdeter Lebensraum, ihre Erhaltung ist daher ein wichtiges Anliegen des Naturschutzes. Zur Ertragssteigerung werden Magerwiesen häufig gedüngt und öfter gemäht, wodurch sehr viele Arten durch konkurrenzstärkere Gräser verdrängt werden und die Magerwiese in eine artenarme, aber produktivere Fettwiese überführt wird. Häufig werden Magerwiesen auch in Forste oder Bauland umgewandelt.

(s. a. Fettwiese, Magerweide)

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