Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Hornschlitten

Ein Hornschlitten ist ein traditionelles Transportgerät z.B. aus dem Alpenraum, das seinen Namen den markanten, nach oben gezogenen Verlängerungen der Kufen verdankt – den „Hörnern“. Früher war er ein überlebenswichtiges Arbeitsgerät, heute ist er vor allem Kulturgut und Sportobjekt.

Der Hornschlitten (auch Horner, Horen, Heuschlitten, süddeutsch Schnabler, allgäuerisch Schalengge oder Schalingge) ist eine Schlittenbauart. Es dient als Arbeitsgerät (winterliches Fuhrwerk) einiger Bergbauern; seit Jahren jedoch wird der Hornschlitten meist nur noch für sportliche Wettbewerbe und als Dekoration verwendet.

Der Hornschlitten ist ein klassisches Gerät der Berglandwirtschaft in Alpen und Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald. oder in den Vogesen in Frankreich.

Verwendung

Historisch transportierte man damit Heu von Almen, Holz oder Milchkannen ins Tal, oft schwer beladen mit bis zu einer Tonne Ladung – eine gefährliche Arbeit mit hoher Unfallrate. Heute wird er hauptsächlich bei Sportwettbewerben, als Dekoration oder Spielzeug genutzt.

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