Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Feuchte Tropen

Die feuchten Tropen (auch als Immerfeuchte Tropen bezeichnet) sind eine Klimazone rund um den Äquator, die durch extreme Beständigkeit geprägt ist. Sie reichen aber dort, wo "winterliche" Passatregen oder monsunale Niederschläge (beide häufig orographisch unterstützt) in Ergänzung zu den sommerlichen Zenitalregen fallen, weiter polwärts, im Extrem sogar über 20° N und 20° S hinaus.

Die Immerfeuchten Tropen sind, scharf definiert, der Teil der Tropen mit höchstens drei ariden Monaten pro Jahr. Dies bedeutet, dass in mindestens 9 von 12 Monaten der Regen die mögliche Verdunstung übersteigt. Dementsprechend sind Boden- und Luftfeuchte das ganze Jahr hindurch recht hoch. Dies fördert Aktivität und Wachstum der Pflanzen, welche in der Regel entweder keine oder zumindest keine gemeinsame Ruhephase zeigen.

Man nennt das Klima dort auch „Tageszeitenklima“, da die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht größer sind als die zwischen den einzelnen Monaten.

Die im wechselfeuchten Bereich anschließende Zone der Feuchtsavannen in den Sommerfeuchten Tropen hat mit den Immerfeuchten Tropen einige gemeinsame Merkmale, so bei den Böden, der Reliefbildung, der Vegetation und der Landnutzung. Darauf basiert die geläufige Zusammenfassung von Regenwald- und Feuchtsavannenklimaten zur räumlichen Einheit der Feuchten Tropen.

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